• Bettina Traxler

Die Niere - Der Winter in uns. Psychosomatische Zusammenhänge erkennen


aus Prof. Dr. med. Walter Kösters "Spiegelungen zwischen Körper und Seele".

Die kalte Jahreszeit ist da. Die Zeit des Reinkuschelns ins Sofa, Zeit der dicken Socken und Zeit des Rückzugs.

Es ist ganz natürlich, dass wir uns im Winter zurück ziehen und wieder mehr in uns gehen als wir das im ausgelassenen, geschäftigen Sommer tun. Die kurzen Tage und langen Nächte laden dazu ein. Und das aus gutem Grund.

Der Winter hilft uns, die Erfahrungen vom Frühling, Sommer und Herbst zu verarbeiten, zu verstehen und ins neue Jahr mitzunehmen. Gab es Enttäuschungen und Leid, so wandeln wir diese durch Rückbesinnung um in Erfahrung, auf die wir bauen können.

Die Niere entspricht genau dieser Rückbesinnung. Sie ist wie ein weiser, alter Mensch, der aus der Vergangenheit schöpft und das Heute und Morgen miteinbezieht.

Das Alte wird nicht vergessen, wir lernen daraus!

Physiologisch herrschen in der Niere Druck und Gegendruck, Widerstand und Enge. Aus dem Blut werden Wasser, Salze und Zucker wie durch ein Sieb in die Niere gepresst, um dann mühevoll wieder ins Blut zurück geholt zu werden. Es herrscht eine geballte, gestaute aber ruhige Kraft. Die Niere hat die Kraft hinzuschauen, selbst wenn die dabei erfahrene Wahrheit unangenehm und leidvoll ist. Im Alltag zeigt sich immer wieder, dass auf diese Weise Angst gelöst werden kann.

Die Niere ist auch ein Symbol der Unabhängigkeit, genau wie der Winter. Es kann noch so kalt sein, regnen, schnein... den Winter/die Niere stört es nicht, was anderen zu schaffen macht. Die Niere erfährt Leid als VERÄNDERUNG an der es nicht leiden muss. Der Winter ist für sie wie eine Rückführung zur eigenen Quintessenz.

Aus diesem winterlichen Besinnen kommen wir mit “breiteren Schultern”, mehr Geduld und innerer Ruhe, welche ungeheure Kraft erzeugt, wieder heraus... bereit für einen neuen Frühling.

Ganz gut passen zum Winter und zum Jahreswechsel auch die Eigenschaften der Galle. Hier geht es darum, die Realität zu erkennen und nicht an alten Vorstellungen, die nicht mehr passen, festzuhalten. Es braucht manchmal ein entschlossenes NEIN, einen plötzlichen Richtungswechsel um sich dem Strom der Zeit anzupassen. Kann der bisherige Weg nicht mehr so weiter gegangen werden? Ist es Zeit alte Vorstellungen, Posten und Funktionen abzulegen? Dann nur Mut zur Korrektur. Die Galle bringt die Sache auf den Punkt. “Go with the flow” lautet wohl ihr Motto.

So hat jedes Organ, jede Jahreszeit, jede Emotion ihre Wichtigkeit. Die verschiedenen Eigenschaften halten sich beim Gesunden die Waage. Leben ist ein Wechselspiel wie Tag und Nacht, ein Hin und Her, Auf und Ab...

Ich wünsche euch einen kuscheligen Winter,

besinnlichen Jahreswechsel und ein

befreites, bewegendes neues Jahr!

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