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Das ewige Leben - das ist lange

Seit einer halben Ewigkeit wartet dieser Artikel darauf, dass er digitalisiert wird. Jetzt ist es so weit. Aktuell wie eh und je. Gerade in Zeiten der Pandemie hab ich mir immer wieder die Frage gestellt: Wie will ich leben? Was muss ich aufgeben um uns alle vor einer Ansteckung zu schützen, was bin ich bereit aufzugeben? Wie viel Vorsicht ist gut, wann wird die Vorsicht von der Angst gesteuert?


Aber nun zum eigentlichen Artikel. Ich habe kürzlich über das ewige Leben gelesen. Was ist das überhaupt? Seit 2000 Jahren wird darüber debattiert. Ein spannendes Thema, eines worüber man sich wahrscheinlich nie einig und sicher sein kann. Ein Leben nach dem Tod? Diesseits - Jenseits. Ein Zustand der Glückseligkeit...


Aus religiöser Sicht ist ewiges Leben möglich und erstrebenswert. Aus Sicht des Genetikers Josef Penninger völlig unmöglich und nicht wünschenswert. Denn was bringt ewiges Leben, wenn unser Körper so alt, schwach und krank ist, dass wir unsere Tage nur mehr im Krankenhaus verbringen können?


Josef Penninger ist optimistisch, was das Leben und Sterben angeht. Lebe lieber lange - nicht ewig. Gutes Leben, gutes Sterben. Ein glückliches Ende. Aus seiner Sicht ist es sehr wahrscheinlich, dass wir bald 120 Jahre alt werden und dabei noch ein gutes Leben führen können.


Ich gehe mal mit dem Zustand der Glückseligkeit. Und die suche ich sofort. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Ich will versuchen jetzt glücklich zu sein. Ich will ein gutes Leben. Ich will Freude, Spaß und nachdenklich sein. Ich will bewusste Entscheidungen treffen und mich nicht von der Angst steuern lassen. Ich will ab und zu ein Tiramisu essen und mir auch mal ein Bier gönnen. Denn ich glaube, das ist der Schlüssel zu Gesundheit und einem langen, guten Leben: Spannung, Spiel und Süßes. Glücklich sein, das Leben genießen und mich gut dabei fühlen.


Glückseligkeit in der Gegenwart finden ist eine Herausforderung. Viel zu oft lasse ich mich ablenken und ärgere mich über Unwichtiges. Dann hilft: Ein Schritt zurück und von außen auf mich schauen. Wenn ich mal wieder zu lange über eventuelle Chancen in der himmlischen Zukunft philosophiere, versuche ich die schönen Momente im Jetzt wieder wahrzunehmen und so richtig auszukosten - und das mit einem glückseligen Gefühl so auch mein ewiges Leben aufzupeppen. ;-)


Wie Kurt Cobain heute am Kindergarten-Weg entgegnete: "It's better to burn out than fade away." Das sehe ich genau so.






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